Projektziel
Das Ziel dieses Projekts ist es zu prüfen, ob man frühen Lungenkrebs in einer einzigen, schonenden Lungenspiegelung gleichzeitig diagnostizieren und direkt behandeln kann. Gelingt dies, entstünde eine neue, minimalinvasive Therapieoption für Patienten, die für eine Operation zu schwach sind, und die Versorgung könnte deutlich verbessert werden.
Zusammenfassung
Lungenkrebs ist oft tödlich, weil er meist spät erkannt wird. Die Klinik für Pneumologie hat als erste in Europa eine spezielle roboterunterstützte Lungenspiegelung mit integrierter Bildgebung eingeführt, mit der selbst kleinste Veränderungen in der Lunge präzise und schonend untersucht werden können. In der BRAVE-Lung Studie prüfen wir, ob durch die roboterunterstützte Lungenspiegelung nicht nur Diagnosen, sondern auch direkt Behandlungen möglich sind – ohne Operation und in nur einem Eingriff. Dabei wird der Tumor über die Atemwege erreicht und mit Hitze zerstört. Das Verfahren ist besonders für Menschen geeignet, die zu schwach für eine Operation sind. In der Studie mit 40 Patienten testen wir, ob die Methode wirksam und sicher ist, ob Komplikationen auftreten und wie gut das Verfahren in der Praxis funktioniert. Gelingt das, entsteht eine neue, schonende Therapieoption für frühen Lungenkrebs.
“Unser Projekt bringt eine neue Form der Innovation in die Behandlung von sehr frühem Lungenkrebs, indem Diagnose und Therapie in einem einzigen, minimalinvasiven Eingriff zusammengeführt werden. Patienten profitieren von einer schonenderen Behandlung, weniger Risiken und der Chance auf eine frühere und wirksamere Therapie.”
PD Dr. Thomas Gaisl PhD - Klinik für Pneumologie, USZ
Projektteam
Dr. med. Carolin Steinack, Universitätsspital Zürich, Klinik für Pneumologie, carolin.steinack@usz.ch
PD Dr. med. Thomas Gaisl, Universitätsspital Zürich, Klinik für Pneumologie, thomas.gaisl@usz.ch
Prof. Dr. med. Isabelle Schmitt-Opitz, Universitätsspital Zürich, Klinik für Thoraxchirurgie, isabelle.schmitt-opitz@usz.ch
Dr. med. Martina Haberecker, Universitätsspital Zürich, Institut für Pathologie und Molekularpathologie, martina.haberecker@usz.ch
Krebserkrankung
Lungenkrebs
Fördervolumen
CHF 445’000 (CCCZ)
Laufzeit
2026-2029
Gefördert von: UMZH und CCCZ
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