6.07.2026

Bessere Daten, bessere Krebstherapien

Eine gemeinsame Auswertung von Swissmedic, Universitätsspital Zürich (USZ) und Universität Zürich (UZH)zeigt, wie wichtig eine strukturierte Datenbasis für die Bewertung und den Einsatz neuer Krebsmedikamente ist. Die beiden Studien verknüpfen Zulassungs- und Studiendaten der letzten 20 Jahre und schaffen damit die Grundlage, um den tatsächlichen Nutzen innovativer Krebstherapien für Patientinnen und Patienten besser zu verstehen.

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Das CCCZ verbindet klinische Onkologie und Forschung mit regulatorischer Expertise, um neue Therapien schneller und gleichzeitig fundiert in die Versorgung zu bringen. Genau darum geht es in zwei Studien, die Swissmedic, das USZ und die UZH gemeinsam durchgeführt haben: Sie untersuchen, wie gut neue Krebsmedikamente wirken, wie solide die wissenschaftliche Grundlage ihrer Zulassung ist und wie sich Studiendesigns in der Onkologie über zwei Jahrzehnte entwickelt haben.

Über einen Zeitraum von drei Jahren wurden Zulassungsdaten zu onkologischen Arzneimitteln zwischen 2001 und 2020 systematisch aufgearbeitet, harmonisiert und mit klinischen Studiendaten verknüpft. So entstand erstmals in der Schweiz eine strukturierte Datenbasis, die regulatorische Entscheidungen und Studienergebnisse gemeinsam abbildet – eine zentrale Voraussetzung, um den tatsächlichen klinischen Nutzen neuer Medikamente und Therapien belastbar beurteilen zu können. Die wissenschaftlichen Auswertungen wurden in zwei internationalen Fachpublikationen veröffentlicht und liefern wichtige Erkenntnisse zu Wirksamkeit, Sicherheit und Studienqualität von Krebsmedikamenten.

Efficacy and Safety Evidence Supporting Cancer Drug Approvals in Switzerland (2001–2020): A Meta-Analysis of Pivotal Randomised Controlled Trials

Die Studie zeigt, dass neue Krebsmedikamente das Überleben von Patientinnen und Patienten verlängern und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen können – je nach Tumorart und Therapie jedoch in unterschiedlichem Ausmass. Indirekte Messgrössen wie Tumorwachstum oder Rückfallzeit werden klarer im Kontext des Gesamtüberlebens eingeordnet und gewinnen damit an Bedeutung für zukünftige klinische Studien und Zulassungsverfahren,

Trends in pivotal clinical trial design and biomarker use: a retrospective analysis of oncology drug approval in Switzerland from 2001 to 2020

Diese Studie analysiert, wie sich klinische Studiendesigns in der Onkologie über die letzten Jahre verändert haben und welchen Stellenwert Biomarker heute einnehmen. Sie bestätigt den Wandel hin zur personalisierten Krebsmedizin: Behandlungen werden zunehmend auf individuelle biologische Merkmale zugeschnitten – ein zentraler Schwerpunkt der Präzisionsonkologie am Comprehensive Cancer Center Zürich,

“Diese Zusammenarbeit zeigt, wie wertvoll es ist, regulatorische Expertise mit klinischer und wissenschaftlicher Perspektive zu verbinden. Wenn wir Zulassungsdaten und Studiendaten systematisch zusammenführen, schaffen wir eine fundiertere Grundlage, um den Nutzen neuer Krebstherapien besser zu verstehen – und damit letztlich die Versorgung von Patientinnen und Patienten weiter zu verbessern.”

Prof. Dr. med. Dr. phil. - Director CCCZ Clinical Program Comprehensive Cancer Center Zürich

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Ausblick: Datenbasis für künftige Entscheidungen

Die Ergebnisse der beiden Studien unterstreichen den Mehrwert strukturierter Datenanalysen zwischen regulatorischen Behörden und klinischen Partnerinstitutionen – und damit auch für ein Zentrum wie das CCCZ, das die Brücke von Forschung zur Versorgung schlägt. Swissmedic, das USZ und die UZH planen, ihre Zusammenarbeit fortzuführen und die gemeinsame Datenbasis gezielt weiter auszubauen, um zukünftige regulatorische und wissenschaftliche Fragestellungen noch präziser und fundierter beantworten zu können. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies langfristig, dass neue Krebstherapien nicht nur schneller verfügbar werden, sondern auch auf einer immer besseren Evidenzbasis ausgewählt und eingesetzt werden.