8.06.2026
Forschung am CCCZ: Blutkrebs verstehen, Immuntherapien entwickeln, Behandlungen optimieren
Aktuelle Publikationen aus der Medizinischen Onkologie und Hämatologie (MOH) am Comprehensive Cancer Center Zurich (CCCZ) zeigen die Breite der Krebsforschung in Zürich: von grundlegenden Erkenntnissen zur Entstehung von Blutkrankheiten über neue Immuntherapien bis hin zur Verbesserung bestehender Behandlungen.
Hämatoxylin-Eosin-gefärbtes Knochenmark einer Maus, der hämatopoetische Stamm- und Vorläuferzellen mit Defizienz von Ercc6l2 und Trp53 transplantiert wurden. Das Bild aus der Publikation von R. Schimmer et al. bildet die Titelseite Blood Volume 147, Issue 15
Krebsmedizin entsteht im Zusammenspiel von Grundlagenforschung, klinischer Forschung und der Versorgung von Patientinnen und Patienten. Forschende und Ärztinnen und Ärzte der MOH am CCCZ beschäftigen sich mit Fragen entlang dieses Weges – von den biologischen Ursachen von Erkrankungen über neue Therapieansätze bis hin zur Verbesserung bestehender Behandlungen.
Mehrere aktuelle Publikationen aus der MOH zeigen diese Breite exemplarisch. Sie reichen von grundlegenden Erkenntnissen zur Entstehung von Blutkrebs über neue Formen der Immuntherapie bis hin zur Optimierung von Behandlungen nach Stammzelltransplantationen.
Krankheitsmechanismen verstehen
Damit Krebs gezielter behandelt werden kann, müssen Forschende zunächst verstehen, welche biologischen Prozesse eine Erkrankung antreiben. Besonders bei seltenen Blutkrankheiten ist dieses Wissen entscheidend: Oft zeigen erst molekulare Analysen, warum sich bestimmte Patientinnen und Patienten besonders häufig in Richtung Leukämie entwickeln.
Wenn eine genetische Rettung später zum Risiko wird
Neue Wege der Immuntherapie
Immuntherapien nutzen das körpereigene Abwehrsystem, um Krebszellen gezielt zu erkennen und zu zerstören. Forschende des CCCZ und seiner Partnerinstitutionen arbeiten daran, solche Ansätze auf weitere Blut- und Krebserkrankungen auszuweiten und sie flexibler steuerbar zu machen.
CAR-T-Zellen gegen fortgeschrittene systemische Mastozytose
Ein flexibles T-Zell-System gegen Leukämiezellen
T-Zell-Engager mit zusätzlichem Aktivierungssignal gegen AML
Therapien optimieren
Nicht jede Verbesserung in der Krebsmedizin entsteht durch eine völlig neue Therapie. Ebenso wichtig ist es, bestehende Behandlungen besser zu kombinieren, Nebenwirkungen zu reduzieren und den Nutzen für Patientinnen und Patienten im klinischen Alltag zu prüfen.
Kombinationstherapie bei chronischer Graft-versus-Host-Erkrankung
Diese Arbeiten zeigen, wie Forschung am CCCZ verschiedene Ebenen der Krebsmedizin verbindet: das präzise Verständnis biologischer Mechanismen, die Entwicklung neuer Immuntherapien und die Verbesserung bestehender Behandlungen. Aus diesem Zusammenspiel entstehen Erkenntnisse, die nicht nur erklären, warum Krankheiten entstehen oder Therapien wirken, sondern auch neue Wege eröffnen, um Patientinnen und Patienten künftig gezielter, wirksamer und möglichst schonender zu behandeln.
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