2.06.2025
Fachbereich
Gezielter Ausbau der Präzisionsonkologie am Comprehensive Cancer Center Zürich (CCCZ)
Dank einer erneuten und nachhaltigen Förderung des CCCZ durch die Universitäre Medizin Zürich (UMZH) können innovative Forschungsprojekte zur Weiterentwicklung der Präzisionsonkologie am Standort Zürich entwickelt werden.
Die Universitäre Medizin Zürich (UMZH) unterstützt den weiteren Ausbau des CCCZ als Exzellenzzentrum für Präzisionsonkologie mit weiteren Fördermitteln für den Zeitraum 2026-2029. Ziel der Förderung ist es, innovative Forschungsprojekte und frühe klinische Studien zu unterstützen, die zu personalisierten und wirksameren Behandlungsstrategien gegen Krebs führen. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der klinischen Translation – also der Überführung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Patientenversorgung.
“Die UMZH legt einen besonderen Fokus auf die Präzisionsmedizin. Mit der gezielten Unterstützung des CCCZ wollen wir die onkologische Forschung in Zürich nachhaltig stärken”
Prof. Dr. med. Beatrice Beck Schimmer - Direktorin der UMZH
“Die weitere und zusätzliche Förderung des CCCZ durch die UMZH erlaubt es uns, vielversprechende Innovationen effektiv in personalisierte Diagnoseverfahren und Therapien zum Nutzen unserer Patientinnen und Patienten umzusetzen”
Dr. med. Markus G. Manz - Vorsitzender des CCCZ
Aktuell unterstützt die UMZH am CCCZ vier Leuchtturmprojekte in den Bereichen Metastasenforschung und Immuntherapie. CCCZ-Leuchtturmprojekte vereinen innovative Forschung mit deutlich erkennbarem Potenzial für die klinische Anwendung, indem sie die Grundlagenforschung mit der onkologischen Patientenversorgung am CCCZ verbinden.
Präzisionsonkologie gezielt ausbauen
Mit Hilfe der neuen Fördergelder sollen weitere CCCZ-Leuchtturmprojekte – sowie neu -klinische Studien und ein Forschungskonsortium für Präzisionsonkologie gefördert werden. Studien müssen sogenannte Investigator-Initiated Trials (IIT) – auf Deutsch „vom Arzt oder Forscher gestartete Studien“ – sein. Diese werden nicht von einem Pharmaunternehmen, sondern von einem Forschungsteam des CCCZ selbst geplant und durchgeführt. Da die Studien mit eigenen, universitären Mitteln finanziert werden, sind sie unabhängig von kommerziellen Interessen. Solche Studien sind besonders wichtig, weil sie helfen, neue Erkenntnisse für die Behandlung von Patientinnen und Patienten zu gewinnen – auch in Bereichen, die aktuell für die Industrie weniger im Fokus stehen.
Mit der ersten, gemeinsamen Ausschreibung und Förderung eines «Zürcher Konsortiums für Präzisionsonkologie» bündeln das CCCZ, das Tumor Profiler Center und The LOOP Zurich gemeinsam ihre Kräfte am Standort Zürich.
Gefördert wird ein interdisziplinäres Forschungskonsortium, das führende Expertise aus den Bereichen Krebsmedizin, Forschung, Medizintechnik und Datenwissenschaft vereint. Aufbauend auf bestehenden Erkenntnissen entwickelt es patientennahe Anwendungen – unter Einsatz modernster Technologien und hochdimensionaler Datenanalysen
Ab heute können sich wissenschaftliche Teams der Universität Zürich, der ETH Zürich, des Universitätsspitals Zürich (USZ), der Universitätsklinik Balgrist und des Universitäts-Kinderspitals Zürich im Rahmen eines kompetitiven Ausschreibungsverfahrens auf die Fördermittel bewerben. Die Auswahl der Projekte erfolgt durch ein international besetztes Expertengremium, um höchste wissenschaftliche Qualität und Relevanz sicherzustellen. Die neu geförderten Projekte – 1 CCCZ Leuchttumprojekt, 1 CCCZ Investigator Initiated Trial und 1 Zurich Precision Oncology Consortium (letzteres gemeinsam gefördert durch CCCZ, TPC and LOOP) – werden im Oktober 2025 wissenschaftlich evaluiert und bekannt gegeben (siehe Abbildung).
Strukturförderung für Präzisionsonkologie
Ein weiterer Teil der neuen Fördermittel fliesst in strategische Initiativen und Strukturen am CCCZ. Dazu gehört der Ausbau eines klinischen Studienprogramms, ein zentraler Baustein der onkologischen Arbeit am CCCZ. Jährlich werden am CCCZ über 80 interventionelle klinische Studien durchgeführt, welche Patientinnen und Patienten einen Zugang zu neuartigen Therapieformen ermöglichen. Weitere Investitionen betreffen die Unterhaltung eines spezialisierten Labors für die Aufbereitung von Tumor- und Blutproben sowie die Stärkung der bioinformatischen Analysekapazitäten in der Onkologie.
Forschung am CCCZ
Am CCCZ arbeiten Ärztinnen, Ärzte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus rund 60 klinische Abteilungen und Forschungsgruppen der UZH, des USZ, des Universitäts-Kinderspitals und der Universitätsklinik Balgrist gemeinsam daran die Entstehung und Entwicklung von Krebs besser zu verstehen und innovative Behandlungskonzepte zu entwickeln. Damit stellt das CCCZ eine tragende Säule in der Krebsforschung und -behandlung in der Schweiz dar. Mehr zur Forschung am CCCZ finden Sie hier.