1.10.2026
Accela: Neue Generation der Präzisionsstrahlentherapie am USZ
Die Klinik für Radio-Onkologie des Universitätsspitals Zürich nimmt als eines der ersten Zentren weltweit den neuen Linearbeschleuniger Accela in Betrieb. Damit lassen sich Krebsbehandlungen schneller, sehr präzise und individuell angepasst durchführen. Das ist vor allem bei komplexen Tumoren und Metastasen wichtig.
Die meisten Bestrahlungen dauern mit dem neuen System oft weniger als eine Minute. Bei geeigneten Lungentumoren reichen zwei bis drei Phasen, in denen die Patientin oder der Patient den Atem anhält. Bei Wirbelsäulenmetastasen überwacht das sogenannte Spine-Tracking die Lage der Wirbelsäule während der ganzen Behandlung. Verschiebt sie sich zu stark, stoppt das System die Bestrahlung automatisch. Zudem kann die Behandlung täglich an die aktuelle Anatomie angepasst werden, was zum Beispiel bei Prostata- sowie Kopf-Hals-Tumoren Vorteile bringt.
Die Klinik hat das System als Mitglied eines internationalen Konsortiums mitentwickelt. Die ersten Patientinnen und Patienten sollen noch 2026 behandelt werden. Klinische Studien sollen zeigen, wie sie von der neuen Technologie profitieren.
Matthias Guckenberger
Prof. Dr. med.
Director CCCZ Outreach and Education
matthias.guckenberger@usz.chInstitution
Universitätsspital Zürich